Ratgeber · Webseiten für Betriebe

Website erstellen lassen: Diese Unterlagen braucht dein Betrieb

Du möchtest eine Webseite erstellen lassen und weißt noch nicht, was du dafür liefern musst? Für den Anfang brauchst du eine klare Beschreibung deines Betriebs, deiner wichtigsten Arbeiten und der Kunden, die du erreichen möchtest. Dazu kommen passende Fotos, Kontaktdaten und ein Überblick über vorhandene Zugänge.

Flowcraft Network GmbH · · 7 Minuten Lesezeit
In diesem Artikel1. Lege fest, welche Anfrage du bekommen möchtest2. Beschreibe deine wichtigsten Arbeiten3. Nenne dein tatsächliches Einsatzgebiet4. Sammle Bilder, die deine Arbeit erklären5. Bereite die Kontaktaufnahme vor6. Kläre Domain, Zugänge und Übergabe7. Prüfe die fertige Webseite mit einer echten AufgabeZwei unserer Webseiten zeigen, warum das Ziel zuerst kommtBriefing-Vorlage zum AusfüllenUnd wie wird die neue Webseite bei Google gefunden?Häufige FragenDeine Vorbereitung für den Werkstatt-Termin

Diese Checkliste hilft dir, den Auftrag vorzubereiten. Du kannst sie auch verwenden, wenn deine bestehende Webseite erneuert werden soll.

1. Lege fest, welche Anfrage du bekommen möchtest

„Mehr Kunden“ ist als Ziel noch ungenau. Schreib auf, für welche Arbeiten du angesprochen werden möchtest und welche Aufträge nicht passen.

Ein fiktives Beispiel für einen Malerbetrieb: „Wir möchten Anfragen für Innenrenovierungen in Freiburg und im tatsächlich bedienten Umland. Interessenten sollen uns den Ort, die gewünschten Arbeiten und einen Zeitraum nennen können.“

Damit wird klar, was auf die Webseite gehört. Wer vor allem größere Renovierungen übernehmen möchte, benötigt andere Beispiele und Fragen als ein Betrieb mit Schwerpunkt auf kleinen Reparaturen.

2. Beschreibe deine wichtigsten Arbeiten

Beginne mit den drei bis fünf Arbeiten, die für deinen Betrieb besonders wichtig sind. Zu jeder Arbeit beantwortest du diese Fragen:

Stichpunkte reichen als Grundlage. Eine brauchbare Beschreibung wäre etwa: „Wir schleifen vorhandene Holzböden und behandeln die Oberfläche neu. Vor dem Angebot prüfen wir Zustand, Fläche und Zugang.“ Das gibt einem Interessenten mehr Orientierung als ein einzelnes Wort wie „Qualität“.

3. Nenne dein tatsächliches Einsatzgebiet

Notiere deinen Standort und die Orte oder Gebiete, in denen du Aufträge annimmst. Wenn längere Anfahrten nur bei bestimmten Arbeiten sinnvoll sind, gehört diese Einschränkung dazu.

Für einen Betrieb aus Freiburg können beispielsweise Kirchzarten oder Bad Krozingen relevant sein. Nenne sie nur, wenn du dort wirklich arbeitest. Eine lange Ortsliste hilft einem Interessenten wenig, wenn unklar bleibt, ob sein Auftrag angenommen wird.

Bei mehreren echten Standorten sollten deren Erreichbarkeit und jeweilige Zuständigkeit erkennbar sein.

4. Sammle Bilder, die deine Arbeit erklären

Suche Fotos aus, auf denen man deine Arbeit beurteilen kann: das fertige Ergebnis, ein wichtiges Detail und bei Bedarf den Ausgangszustand. Ein Foto des Teams oder der Werkstatt kann ergänzen, wer hinter dem Betrieb steht.

Gib zu jedem Bild eine kurze Beschreibung mit. Was wurde gemacht? Was war dabei besonders? Welche Ortsangabe darf genannt werden?

Verwende nur Material, das du veröffentlichen darfst. Kläre bei erkennbaren Personen und Kundenobjekten die Freigabe. Übermittle Bilder möglichst als Originaldateien, damit sich passende Ausschnitte und Größen erstellen lassen.

Wenn noch keine geeigneten Bilder vorhanden sind, halte das beim Briefing fest. So kann die Gestaltung darauf Rücksicht nehmen.

5. Bereite die Kontaktaufnahme vor

Entscheide, wie Interessenten dich erreichen sollen. Telefon und ein kurzes Anfrageformular können unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: jemand möchte direkt sprechen, jemand anderes kann erst abends schreiben.

Prüfe dafür:

AngabeDeine Vorbereitung
TelefonnummerDie Nummer, unter der Anfragen tatsächlich angenommen werden
E-MailDas regelmäßig bearbeitete Postfach
ErreichbarkeitZeiten, die im Alltag stimmen
FormularAngaben, die du für eine erste Einschätzung brauchst
ZuständigkeitWer eingehende Nachrichten bearbeitet
BestätigungWelche Rückmeldung nach dem Absenden erscheint

Ein Formular sollte keine verbindliche Terminbuchung suggerieren, wenn du Termine erst nach Prüfung vergibst.

6. Kläre Domain, Zugänge und Übergabe

Falls bereits eine Webseite besteht, notiere, wo Domain, Hosting und geschäftliche E-Mail verwaltet werden. Kläre vor Änderungen, welche dieser Dienste zusammenhängen. Sonst wird beim Umzug leicht eine funktionierende E-Mail-Einrichtung übersehen.

Passwörter gehören nicht in ein allgemeines Briefing-Dokument. Vereinbart dafür einen geeigneten Zugangsweg.

Lass dir im Angebot erklären, welche Arbeiten enthalten sind und welche laufenden Kosten entstehen. Dazu gehören auch die Zuständigkeit für spätere Änderungen, die Verwaltung der Domain und die Frage, welche Dateien und Zugänge du bei der Übergabe erhältst.

7. Prüfe die fertige Webseite mit einer echten Aufgabe

Schau die Vorschau auf deinem eigenen Handy an. Stell dir vor, du kennst deinen Betrieb noch nicht. Findest du heraus, welche Arbeit angeboten wird, ob dein Ort dazugehört und wie du anfragst?

Sende anschließend eine Testanfrage. Prüfe gemeinsam mit dem Ersteller, ob sie im richtigen Postfach ankommt und die Rückmeldung auf der Seite stimmt. Kontrolliere außerdem die Telefonnummer, Bildunterschriften, Schreibweise des Firmennamens und vorhandene rechtliche Angaben.

Wenn alte Seiten ersetzt werden, gehört auch der Umgang mit bisherigen Adressen zur Übergabe. Bestehende Links sollten nicht unnötig ins Leere führen.

Zwei unserer Webseiten zeigen, warum das Ziel zuerst kommt

Bei Taxi Kouaik steht die Krankenfahrt im Vordergrund. Die Seite erklärt diese Arbeit und führt zur Kontaktaufnahme. Wer eine Fahrt plant, benötigt andere Informationen als jemand, der einen Friseurtermin sucht.

Bei MG Hairdesign in Endingen sind unter anderem Leistungen, Team, Preisorientierung und der Weg zur Buchung über Salonkee sichtbar. Hier kann die Webseite an einen bestehenden Buchungsdienst anschließen.

Beide Seiten sind Flowcraft-Arbeiten. Die Beispiele zeigen öffentlich sichtbare Funktionen, keine behaupteten Besucherzahlen oder Umsatzergebnisse. Für dein Briefing ergibt sich daraus eine konkrete Frage: Soll die Webseite eine persönliche Abstimmung vorbereiten oder zu einer bereits eingerichteten Buchung führen?

Schreibe außerdem auf, welche vorhandenen Dienste weiter genutzt werden sollen. Ein funktionierender Buchungskalender muss beim Neubau nicht automatisch ersetzt werden. Für einen Handwerksbetrieb kann dagegen eine gut vorbereitete Rückrufanfrage der passende nächste Schritt sein.

Briefing-Vorlage zum Ausfüllen

Webseiten-Briefing als Textdatei herunterladen. Du kannst die Vorlage kopieren, ergänzen und zum Werkstatt-Termin mitbringen. Zugangsdaten gehören nicht hinein.

FrageBeispiel für eine brauchbare Antwort
Welche Arbeit soll angefragt werden?Innenrenovierung bewohnter Wohnungen
Wo nehmen wir Aufträge an?Freiburg und die konkret genannten Nachbarorte
Was benötigen wir zur Einschätzung?Ort, Räume, gewünschter Zeitraum
Welche Belege haben wir?Drei freigegebene Arbeiten mit kurzen Beschreibungen
Was soll nach der Anfrage passieren?Rückruf durch die zuständige Person
Was bleibt bestehen?Domain, E-Mail und vorhandener Kalender

Das ist ein Muster für einen fiktiven Betrieb. Ersetze jede Zeile durch deine tatsächlichen Angaben. Offene Punkte kannst du als offen kennzeichnen, statt sie vorschnell festzulegen.

Und wie wird die neue Webseite bei Google gefunden?

Die Vorbereitung liefert die Grundlage für verständliche Inhalte. Nach der Veröffentlichung müssen Suchmaschinen die Seiten außerdem erreichen und erfassen können. Interne Links und eine Sitemap helfen beim Entdecken neuer Seiten. Eine Sitemap garantiert allerdings keine Indexierung. Google erklärt den Zweck von Sitemaps.

Für die spätere Auswertung sollten Impressionen, Klicks und tatsächliche Anfragen getrennt betrachtet werden. Eine neue Webseite allein ist keine Zusage für Besucher oder Aufträge.

Häufige Fragen

Muss ich fertige Texte liefern?

Stichpunkte sind ein guter Anfang. Ob das Ausformulieren im Auftrag enthalten ist, sollte im Angebot stehen. Deine fachliche Prüfung bleibt wichtig, damit die beschriebenen Arbeiten stimmen.

Braucht jede Arbeit eine eigene Seite?

Eine eigene Seite ist sinnvoll, wenn sie eine eigenständige Frage ausführlich beantwortet. Sehr kurze, fast gleiche Beschreibungen lassen sich oft übersichtlicher zusammenfassen.

Kann ich später selbst etwas ändern?

Das hängt von der vereinbarten Umsetzung ab. Kläre vorher, welche Inhalte du selbst pflegen möchtest und wie die Einweisung dafür aussieht.

Deine Vorbereitung für den Werkstatt-Termin

Bring deine wichtigsten Arbeiten, das Einsatzgebiet, einige passende Bilder und die gewünschte Kontaktmöglichkeit mit. Damit lässt sich der Umfang einer neuen Webseite konkret besprechen.

Flowcraft baut Webseiten für lokale Betriebe. Auf der Seite Webseiten für Handwerksbetriebe in Freiburg findest du mehr zur Umsetzung. Weitere Arbeiten und Kontaktmöglichkeiten stehen auf der Webseiten-Startseite.